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FTP-Zugangsverwaltung

This help topic applies to UltraEdit on Mac/Linux.

Dieser Dialog ermöglicht die Konfiguration von FTP-Benutzerzugangskonten. Die Zugänge werden bei den Befehlen FTP-Öffnen, FTP-Speichern sowie FTP-Durchsuchen eingesetzt.

 

Ein Zugangskonto spezifiziert den Server, zu dem verbunden werden soll, und die Benutzerkennung, die zur Herstellung einer Verbindung herangezogen wird.

 

Mit der Schaltfläche Konto hinzufügen kann ein neuer Zugang erstellt werden. Der zu modifzierende Zugang kann aus der Liste der bestehenden Zugänge ausgewählt werden. Falls Änderungen am Zugang gemacht wurden, wird ein Dialog angezeigt, um die Änderungen bestätigen zu lassen.

 

Die Schaltfläche Konto entfernen löscht sofort den aktiven bzw. ausgewählten Zugang aus der Zugangsliste.

 

Die Schaltfläche Zum Standardkonto machen bestimmt den aktiven/ausgewählten Zugang als Vorgabe. Dieser wird durch ein Sternzeichen »*« neben der zugehörenden Kontobezeichnung in der Liste angezeigt.

 

Die FTP-Zugangsverwaltung bietet Optionen, die unter drei Reitern aufgeteilt sind: Allgemein, Protokoll und Proxy.

 

Der Reiter Allgemein enthält die folgenden Optionen:

 

 

Zugang

Dies ist der Name des konfigurierten Zugangs. Diese Bezeichnung erscheint dann in der Liste links neben den Einstellungen, sobald die Änderungen gespeichert werden.

 

Protokoll

Die aufklappbare Liste bietet eine Auswahl der folgenden Transfer-Protokolle für den ausgewählten Zugang:

 

FTP

Öffnet eine FTP-Verbindung ohne Sicherheit

SFTP

Öffnet eine sichere FTP-(SFTP)-Verbindung mit dem SSH2-Protokoll.

FTPS – nur Kontrolle

Öffnet eine sichere FTP-(SFTP)-Verbindung mit einer SSL-Ebene unterhalb des Standard-FTP-Protokolls. Bei dieser Methode wird NUR der Kontrollkanal verschlüsselt.

FTPS – Kontrolle + Daten

Öffnet eine sichere FTP-(SFTP)-Verbindung mit einer SSL-Ebene unterhalb des Standard-FTP-Protokolls. Bei dieser Methode werden sowohl der Kontroll- als auch der Datenkanal verschlüsselt.

FTPS – implizit

Öffnet eine sichere FTP-(FTPS)-Verbindung mit einer SSL-Ebene unterhalb des Standard-FTP-Protokolls. Diese ist eine ältere FTP-Methode, die im Allgemeinen weniger oft eingesetzt wird; einige Server unterstützen sie immer noch.

 

Alle SFTP/FTPS-Übertragungen werden verschlüsselt, und die Verschlüsselungsmethode wird mit dem Server ausgehandelt. Falls irgend eine der obigen Methoden eingesetzt wird, zeigt der Transfer-Dialog ein Schloß-Symbol an. Somit weiss man, dass die Übertragung sicher ist.

 

Server

Hier gibt man die FTP-Adresse ein, zu der Sie eine Verbindung herstellen wollen, z.B.: ftp://ftp.idmcomp.com. Diese kann ebenso als ftp.idmcomp.com eingegeben werden. Falls erwünscht, kann die IP-Adresse auch in der Form xxxx.xxxx.xxxx.xxxx eingegeben werden.

 

Port

Dies ist der Port, der von UltraEdit für das FTP/SFTP-Protokoll benutzt wird. Der Vorgabewert ist 21 für FTP und 22 für SFTP und kann bei Bedarf auch geändert werden.

 

Benutzername

Dies ist der Benutzername, unter dem man sich beim Server anmelden wird.

 

Kennwort

Dies ist das Paßwort, welches zusammen mit dem Benutzernamen eingegeben wird, um sich beim Server einzuloggen. Es sollte das gleiche Kennwort sein, das vom Site-Administrator zusammen mit dem Benutzernamen ausgegeben wird; für anonymen Zugang ist das Kennwort typischerweise die E-Mail-Adresse des Benutzers.

 

Kennwort speichern

Dieses Häkchen bestimmt, ob UltraEdit das Kennwort für spätere Nutzung speichern soll. Wenn nicht, wird der Benutzer beim Anmelden nach dem Kennwort abgefragt. Bemerkung: Das zu sichernde Paßwort wird im System verschlüsselt gespeichert, jedoch ist der Verschlüsselungsmechanismus relativ einfach — bei erhöhtem Sicherheitsbedarf sollte man sich daher nicht auf ihn verlassen.

 

Kein Kennwort

Wenn der Zugang kein Paßwort hat und dem Server ein leeres Paßwort übertragen werden soll, muß ein Häkchen bei der Option Kein Kennwort gesetzt werden.

 

Der Reiter Protokoll bietet folgende Optionen:

 

 

Server-Typ

Bei den meisten FTP-Servern sollte es bei Auswahl von Auto oder UNIX problemlos funktionieren. Einige Server brauchen aber spezielle Einstellungen. Die nachfolgende Liste, die laufend erweitert wird, enthält die aktuell von uns unterstützten Server:

 

Auto

AIX

VAX/ VMS

UNIX

AIX

Stratus VOS – das Anfangszeichen für vollständigen Pfad sollte mit »%« und das Trennzeichen für Pfad bzw. Knoten mit »>« belegt werden.

Nur Dateiname – das erste zurückgegebene Feld wird als Dateiname angezeigt

BS2000

MVS

OS9000

AS400

HP3000/VeSoft Security

Tandem Guardian

 

Standard-Transfertyp

Es kann zwischen ASCII oder Binär als Standard-Transfertyp ausgewählt werden. Bei der Option ASCII werden die Zeilenendezeichen gemäß den verschiedenen Systemen automatisch konvertiert. Bei der Option Binär werden die Dateien ohne Konvertierung übertragen. Abhängig vom Server-Typ kann ein ASCII-Transfer eine Datei beschädigen, da es sich um eine 7-Bit-Übertragung handelt. Aus diesem Grund wird der Binär-Transfermodus bevorzugt.

 

MDTM und SIZE verwenden

Falls die Dateigröße oder die Datum-/Zeitmarkierung der letzten Dateiänderung nicht korrekt zurückgegeben werden, kann die Auswahl dieser Option den Server dazu zwingen, jene Werte explizit für jede Datei einer Verzeichnisauflistung abzufragen. Die FTP-Vorgänge werden dadurch wahrscheinlich langsamer.

 

Passive Transfers

FTP ist ein Transfer-Protokoll, das häufig die Port-Nummern wechselt (Datenkanäle verwenden bei der Kommunikation zufällig ausgewählte Port-Adressen). Aus diesem Grund verstehen viele Firewalls das FTP-Protokoll und lassen die sekundären Verbindungen zu. Falls jedoch die Kontrollverbindung verschlüsselt wurde, egal welche Verschlüsselungsmethode zum Einsatz kommt, kann die Firewall die Port-Adressen dieser Verbindungen aus dem Kontrollkanal nicht auslesen, da sie ihn nicht entschlüsseln kann. Daher funktionieren zwar unverschlüsselte FTP-Verbindungen in vielen durch Firewalls geschützten Netzwerken, aber SFTP/FTPS-Verbindungen ggf. nur im Passivmodus funktionieren.

 

Vom Server zurückgegebene IP-Adresse nicht verwenden

Diese Option ist nur bei gleichzeitiger Auswahl des Modus »Passive Transfers« wirksam. Bei Aktivierung verhindert diese Option, dass die durch die Firewall vorgegebene IP-Adresse beim Verbinden mit dem Server benützt wird. Bitte beachten: Wenn der Server nicht von Ihnen kontrolliert wird oder dessen Inhalte unsicher sind, stellt die Aktivierung dieser Option ein Sicherheitsrisiko dar!

 

Verbindungslimite

Diese Option schränkt die Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen ein, die das FTP-Client-Programm auf dem Server öffnen darf. Wenn z.B. die Anwenderin oder der Anwender 10 Dateien auswählt, die geöffnet bzw. gespeichert werden sollen, aber die Verbindungslimite auf 4 gesetzt ist, würden die Dateien in Blöcken von 4 oder weniger übertragen, bis alle Dateien transferiert würden.

 

Bei Auswahl von Parsen und Filtern in der aufklappbaren Liste (im Bild oben noch mit der Bezeichnung Verbindung versehen) werden die folgenden Optionen angezeigt:

 

 

Filtern

Entfernt - LIST-Befehl verwenden

Der LIST-Befehlsfilter bestimmt die Inhalte, die beim Absetzen des LIST-Befehls zurückgesandt werden. Bei den meisten FTP-Servers kann man z.B. durch Angabe des Filters »-al« eine detaillierte Liste inklusiv der versteckten Dateien holen. Platzhalter können ebenfalls angegeben werden; z.B. bewirkt die Angabe von »*.txt« eine Liste von allen Dateien mit der Erweiterung »txt«. Beachten Sie bitte, dass einige Servers (VMS, MVS, usw.) Filterangaben etwas anders als Unix/Linux-Servers interpretieren.

 

Lokal - Perl-konforme reguläre Ausdrücke

Die vom FTP-Server zurückgegebenen Auflistungen, wie sie im FTP-Bericht erscheinen, werden bei Auswahl dieser Option auf dem lokalen System gemäß den eingegebenen regulären Ausdrücken im Perl-Syntax gefiltert. Der Filterausdruck bestimmt darüber, welche Daten in welchem Format angezeigt werden.

 

Vorgabefilter für LIST

Der Vorgabefilter für LIST bestimmt, welche Daten beim Senden eines LIST-Befehls vom Server zurückgesendet werden (s. weiter oben das Thema »Entfernt - LIST-Befehl verwenden«).

 

Parsen

Führendes Zeichen

Das erste Zeichen eines vollständigen Pfads auf dem Server (normalerweise »/«) kann hier explizit angegeben werden.

 

Trennzeichen

Das zwischen Verzeichnissen bzw. Knoten verwendete Trennzeichen auf dem Server (normalerweise »/«) kann hier explizit angegeben werden.

 

Namenindex

Es handelt sich hier um die Spaltennummer des Dateinamens. Der Vorgabewert von »-1« sollte normalerweise nicht verändert werden.

 

Größenindex

Es handelt sich hier um die Spaltennummer der Dateigröße. Der Vorgabewert von »-1« sollte normalerweise nicht verändert werden.

 

Datumsindex

Es handelt sich hier um die Spaltennummer der Datum-/Zeitmarkierung der Datei. Der Vorgabewert von »-1« sollte normalerweise nicht verändert werden.

 

Bei der Konfigurierung eines SFTP-Zugangs, falls Parsen und Filtern aus der aufklappbaren Liste und die Option SSH gewählt wurden, werden die folgenden Optionen eingeblendet:

 

 

Authentifizierung

Dies ermöglicht dem Benutzer, die Authentifizierungsart festzulegen, die mit dem Server verwendet wird. Die folgenden Methoden werden unterstützt:

 

Nur Kennwort

Es müssen Benutzernamen und Paßwort eingegeben werden; keine öffentlich-privaten Schlüsselpaare

Nur öffentlich-privates Schlüsselpaar

Ein öffentlich-privates Schlüsselpaar wird verlangt. Der Standort des privaten Schlüssels muß im Feld Pfad zum privaten Schlüssel und jener des öffentlichen Schlüssels im Feld Pfad zum öffentlichen Schlüssel stehen.

Kennwort und öffentlich-privates Schlüsselpaar

Es können sowohl die Kombination von Benutzername mit Paßwort als auch ein öffentlich-privates Schlüsselpaar verwendet werden.

Schlüssel ist durch Kennwort geschützt

Bei Auswahl dieser Option darf das Eingabefeld »Benutzername« unter dem Reiter »Allgemein« nicht leer sein.

 

Komprimierung aktivieren

Daten werden von und nach dem Server komprimiert übertragen, wenn diese Option aktiviert wurde. Die Übertragungsgeschwindigkeit kann abhängig von der Server-Konfiguration ggf. erhöht werden.

 

Bei der Konfigurierung eines FTPS-Zugangs, falls Parsen und Filtern aus der aufklappbaren Liste und die Option SSL gewählt wurden, werden die folgenden Optionen eingeblendet:

 

 

Authentifizierung

Dies ermöglicht dem Benutzer, die Authentifizierungsart festzulegen, die mit dem Server verwendet wird. Die folgenden Methoden werden unterstützt:

 

Nur Kennwort

Es müssen Benutzernamen und Paßwort eingegeben werden; keine SSL-Zertifikate werden verwendet.

Nur SSL-Zertifikat

Diese Option verwendet ein SSL-Zertifikat. Der Standort des Zertifikats muss unter »Pfad zum SSL-Zertifikat« angegeben werden.

Kennwort und SSL-Zertifikat

Das SSL-Zertifikat oder alternativ einen Benutzernamen mit Paßwort können eingesetzt werden.

SSL-Zertifikat ist durch Kennwort geschützt

Das Feld »Benutzername« unter dem Reiter »Allgemein« muss belegt werden, falls diese Option ausgewählt ist.

 

Wenn die Methode einen Schlüssel erfordert, kann der Benutzer mit der Option SSL-Zertifikat ist durch Kennwort geschützt angeben, daß SSL-Zertifikat paßwortgeschützt ist.  Wenn das der Fall ist, wird der Benutzer einmal pro Sitzung, oder aber nach Änderung der Zugangseigenschaften, nach dem Paßwort gefragt.

 

Die Authentifizierungsmethode muß vom Server unterstützt werden.  Für SFTP sollten die Schlüssel im OpenSSH-Format vorliegen. Für FTPS wird ein Zertifikat im PEM- oder PFX-Format benötigt.   

 

Bei Auswahl von Weiterführend aus der aufklappbaren Liste (oben im Bild mit der Beschriftung SSL) werden die folgenden Optionen eingeblendet:

 

 

Sitzungsbezeichnung

Dieses Feld nimmt einen Namen oder Bezeichnung für den aktuellen Zugang auf. Dies wird nur für Zugänge benötigt, die beim HP3000 zum Einsatz kommen.

 

Nach Einloggen senden

Der in diesem Feld enthaltene Wert wird sofort an den Server gesendet, nachdem die Verbindung hergestellt wird.

 

Benutzerzugang

Hier kann ein Benutzerzugang auf dem Server spezifiziert werden, der beim Einloggen verwendet wird. Wird nur von einigen Servern verlangt.

 

Anfangsverzeichnis

Dies ist das erste Verzeichnis, das nach dem Einloggen auf dem Server aktiv ist. Die Angabe ist fakultativ. Falls dieser Eintrag leer ist, merkt sich UltraEdit das zuletzt besuchte Verzeichnis bei jeder Verbindung des Zugangs mit dem Server.

 

Lokales Anfangsverzeichnis

Dies ist das erste lokale Verzeichnis, das nach dem Einloggen auf dem Server aktiv ist. Die Angabe ist fakultativ. Falls dieser Eintrag leer ist, wird das lokale »home«-Verzeichnis des Benutzers verwendet.

 

Der Reiter Weiterführend beherbergt folgende Optionen:

 

 

Lokales Verzeichnis zum Kopieren

In diesem Verzeichnis kann eine lokale Kopie von einer Datei angelegt werden, wenn sie gespeichert wird. Falls dieser Eintrag leer ist, wird keine lokale Kopie erstellt, andernfalls wird beim »FTP-Speichern« (aber nicht bei »Speichern unter«) im angegebenen Verzeichnis eine lokale Kopie der Datei gespeichert. Falls eine andere Datei gleichen Namens im Verzeichnis bereits existiert, wird sie ohne Bestätigungsabfrage überschrieben. Die lokale Kopie wird vor dem FTP-Speichern erstellt.

 

Kennwort für Sitzung speichern (falls nicht gesichert)

Beim gesetzten Häkchen wird das einmal eingegebene Kennwort für die restliche Zeit zwischengespeichert, die UltraEdit läuft; es muß nachher nicht nochmals eingegeben werden. Falls das Kennwort inkorrekt eingegeben wurde und geändert werden muß, kann man die FTP-Zugangsverwaltung öffnen und wieder schließen, um den Zwischenspeicher zu leeren.

 

Unter dem Reiter Proxy findet man die folgenden Einstellungsmöglichkeiten:

 

 

Proxy verwenden

Dies aktiviert die Proxy-Einstellungen und konfiguriert diesen Zugang zur Benützung mit einem spezifizierten Proxy. Wenn Sie direkt mit dem Internet verbunden sind, sollten die Proxy-Einstellungen nicht aktiviert werden. Wenn Sie mittels eines Proxys im LAN verbunden sind, ist es notwendig, die Proxy -Einstellungen zu konfigurieren.

 

Proxy-Server

Dies ist der Name des Proxy-Servers oder die IP-Adresse, welche(r) für den Proxy benutzt wird. Fragen Sie bitte bei Ihrer System-Administration nach, falls Sie den Namen des Proxy-Servers nicht kennen.

 

Proxy-Port

Dies ist der Port, der von UltraEdit für das FTP/SFTP Protokoll benutzt wird. Der Vorgabewert für FTP ist 21 und für SFTP 22. Bei Bedarf können hier andere Werte festgelegt werden.

 

Proxy-Benutzername

Dieser Name wird zur Anmeldung beim Proxy-Server verwendet. Fragen Sie bitte bei Ihrer System-Administration nach, falls Sie den Benutzernamen nicht kennen.

 

Proxy-Kennwort

Das Kennwort wird zur Anmeldung beim Proxy-Server verwendet. Fragen Sie bitte bei Ihrer System-Administration nach, falls Sie das Paßwort nicht kennen.

 

Proxy-Typ

Aus der aufklappbaren Liste kann der Proxy-Typ für den aktuellen FTP-Zugang ausgewählt werden. Die folgenden Typen werden momentan unterstützt:

 

SOCKS4

SOCKS4A

SOCKS5

WEB Proxy

Relay

Windows (Internet Explorer)

FTP User

FTP Site

FTP Open

 

Beachten Sie bitte, dass nicht alle Proxy-Typen für jedes Protokoll verfügbar sind.

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